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AUS LÖWENSTEDT  UND UMGEBUNG...

 

HIER finden Sie das Protokoll

zur letzen Gemeinderatssitzung >>> Bitte klicken <<<


 

KOMMUNALWAHL AM 06. MAI 2018

Der neue Gemeinderat ist im Juni 2018 zusammen getreten, oben zu sehen die alten und neuen Gemeindevertreter: von links - Protokollführer des Amtes Viöl Ina Christiansen-Hansen, Bürgermeister Holger Jensen, Heino Sachwitz, Hans-Christian Albertsen, August Hansen, Mariechen Hansen, Jürgen Lorenzen, Heiko Albertsen, Johannes Ketelsen und Felix Andresen.

 

Löwenstedt Die konstituierende Gemeindevertretersitzung in Löwenstedt, die allererste im Amt und im südlichen Nordfriesland, ging zügig vonstatten. Denn die Wählergemeinschaft Löwenstedt (WGL), die Allgemeine Wählergemeinschaft Löwenstedt (AWGL) sowie die Offene Wählergemeinschaft Löwenstedt (OWGL) hatten den Wahlmarathon gut vorbereitet. In offener Abstimmung wurden alle Posten einhellig vergeben. Demnach tritt Bürgermeister Holger Jensen (WGL) nun seine zweite Amtszeit an. In der Vertreterriege gab es lediglich einen Tausch zwischen Heino Sachwitz (AWGL), der jetzt den ersten stellvertretenden Bürgermeister stellt und August Hansen (OWGL) in der Funktion des zweiten Stellvertreters.

Per Handschlag verpflichtete Jensen die weiteren Gemeindevertreter Hans-Christian Albertsen und Heiko Albertsen (WGL), Felix Andresen und Mariechen Hansen (AWGL) sowie Johannes Ketelsen und Jürgen Lorenzen (OWGL).

Im Amtsausschuss werden Holger Jensen und stellvertretend Heino Sachwitz die Gemeinde vertreten. Vorsitzender im Wegeausschuss bleibt Holger Jensen. 

Zum weiteren Sitzungsverlauf: KUNSTRASENPLATZ LÖWENSTEDT KOMMT...

 

Im Anschluss an die Verpflichtung der neuen Löwenstedter Gemeindevertretung nahm das Gremium mit 40 000 Euro gleich ordentlich Geld in die Hand.

So entschieden die Mitglieder einstimmig, dass die Gemeinde die rund 35 000 Euro Mehrkosten für den geplanten Kunstrasenplatz des Sportvereins (wir berichteten) übernehmen soll. Bisher belief sich die Kostenschätzung auf 750 000 Euro. „Nun lautet das günstigste Angebot auf 835 000 Euro“, hatte Bürgermeister Holger Jensen (WGL) dazu vor der Abstimmung erklärt. „Damit wäre die Gemeinde mit 435000 Euro statt mit 400 000 Euro in der Pflicht. Die Förderzusage des Landes beläuft sich auf 250 000 Euro, und der Sportverein hat sensationelle 150 000 Euro für das Projekt eingeworben. Ich meine, bei so vielen Spendern sind wir als Gemeindevertretung verpflichtet, das Ding jetzt zu verwirklichen.“ Der Baubeginn für das Mammutprojekt ist bereits für die kommenden Wochen vorgesehen. Fertiggestellt sein soll die moderne Spielfläche dann im Herbst.

Weitere 5000 Euro für die Beschaffung von Spinden gab die Vertretung außerdem für die örtliche Freiwillige Feuerwehr frei. „Damit können wir die Einsatzkleidung zukünftig im Feuerwehrgerätehaus hängen lassen. Dies ist auch rechtlich so vorgegeben, da Einsatzkleidung, insbesondere wenn sie kontaminiert ist, nicht privat gelagert werden darf“, erklärte der Wehrführer Guido Albertsen.

Ausgesprochen positiv fiel der Bericht des Bürgermeisters in Sachen Drohnen-Einsatz zum Aufspüren von Kitzen (wir berichteten) aus. „Diese Anschaffung hat im ganzen Land für Furore gesorgt. Es gab zahllose Anrufe und Anfragen. Unsere Erfahrungen sind gut, und wir werden diese Maßnahme weiter ausbauen. Das Betreuungsteam leistet schon jetzt hervorragende Arbeit. Und im kommenden Jahr werden die Begleiter die Technik noch weit besser beherrschen“, freute sich Jensen.

Ebenso lobend verabschiedete er die scheidenden Gemeindevertreter Julia Clasen, Kerstin Jensen und Birger Nagel mit Präsenten und dem herzlichen Dank der Politik für die geleistete Arbeit. voi

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Viöl + "Ich bin gerne hier Pastorin...“ 

„Was ich hier tue, entspricht meiner Idealvorstellung von Kirche“, sagt Pastorin Dr. Christine Weide. Dankbar ist sie für die Chance, die Familien rund um Viöl durch das gesamte Leben hindurch zu begleiten – von der Taufe über die Konfirmation bis zum Tod. Wobei die schönen Ereignisse absolut überwiegen: „Hier werden noch viele runde Geburtstage und goldene Hochzeiten im großen Stil gefeiert. Das gibt es in der Stadt kaum noch“, sagt Christine Weide, die es als „etwas sehr Schönes“ empfindet, in Viöl als Pastorin tätig sein zu dürfen. Morgen wird sie nun auch offiziell von Propst Jürgen Jessen-Thiesen in ihr Amt eingeführt – mit einem Gottesdienst ab 14 Uhr in der Viöler Kirche. Anschließend gibt es im Kirchspielskrug Gallehus Kaffee und Kuchen.

Eigentlich hätte Dr. Christine Weide schon 2017 ins Pastorenamt eingeführt werden sollen. Schließlich betreut sie die Viöler Kirchengemeinde bereits seit Anfang 2014. Doch zu der Zeit befand sich die inzwischen dreifache Mutter gerade in Elternzeit.

Und auch das gefällt ihr an ihrer Stelle in Viöl: die relativ gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Möglichkeit, sich Freiräume zu schaffen, um mit den Kindern mal ins Freibad oder auf den Fußballplatz zu gehen. „Bei mir selbst blieb der Sport leider ein wenig auf der Strecke“, sagt sie, die als Leistungssportlerin früher aktiv Rollkunstlauf betrieb. „Wenn es die Zeit erlaubt, gehe ich zum Zumba.“ Während sich ihr Mann in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, singt sie im Kirchenchor mit. Außerdem spielen beide Posaune und starten ab und zu kleine Chorprojekte – eines davon wird morgen zu hören sein.

Christine Weide wurde 1980 in Kiel geboren. Dort studierte sie Evangelische Theologie, wenn auch anfangs noch nicht mit der konkreten Idee, eines Tages als Pastorin zu arbeiten. Nach ihrem Examen 2005 widmete sie sich in ihrer Doktorarbeit dem Briefwechsel Georg Spalatins. „Er unterstützte Martin Luther. Daher ist ihm eine bedeutende Rolle in der Reformation zuzuschreiben“, sagt Dr. Christine Weide, die auch als wissenschaftliche Angestellte am Institut für Kirchengeschichte der Kieler Christian-Albrechts-Universität tätig war. Für ihre Arbeit, die inzwischen als Buch vorliegt, erhielt sie 2011 den Fakultätspreis der Theologischen Fakultät.

Bei der Zuteilung ihrer ersten Stelle als Pastorin wurden die Wünsche der Familie berücksichtigt: „Mein künftiger Wirkungskreis sollte nicht mehr als eine Stunde von Kiel entfernt liegen und über ein Teampfarramt verfügen, also über zwei 100-prozentige Pfarrstellen“, sagt sie. Glücklich darüber, dass diese Voraussetzungen in Viöl gegeben waren, betreut sie nun schon seit mehr als vier Jahren gemeinsam mit Pastor Jens Augustin ein Kirchspiel, das 16 Dörfer und mehr als 4 000 Kirchenmitglieder umfasstQuelle - Silke Schlüter-shz (HN 02.06.2018)

 

Kinderfest 2018 in Löwenstedt

 

Wie bereits im letzten Jahr erstmals eingeführt, starteten wir mit unserem Kinderfest am Nachmittag. Leider mussten wir kurzentschlossen wegen dem vielen Regen am Vormittag in unsere Reithalle umziehen. Die neumodische Buschtrommel „WhatsApp“ wurde aktiviert, so dass unsere 50 teilnehmenden Kinder etwas verspätet gegen 14:15 Uhr mit der Tage zu vor einstudierten Polonaise und den Spielen beginnen konnten. Wie auch im letzten Jahr neu eingeführt, wurden die Kinder in drei Bereiche aufgeteilt. Die Vorschulkinder spielten für sich in einer eigenen kleinen Gruppe. Die nächste Gruppe bildeten die Kinder von der 1. - 4. Klasse. Die dritte Gruppe bestand aus Kindern von der 5. - 8. Klasse. In jedem Bereich waren 4 bis 5 verschiedene Spiele aufgebaut. Unter anderem Edelsteine suchen, Piratenbillard, Schweinestechen, Ringstechen, Armbrust schießen, Kegeln und Curling wurden gespielt. Auch ein weiteres, neues Spiel „Ditschen“ wurde von Mariechen Hansen durchdacht und kurzerhand in Eigenregie selbst gebaut. Bei den Spielen konnten die Kinder wieder selbst entscheiden, wann sie zu welchem Spiel gehen wollten. So war an allen Spielstationen ein ständiger Wechsel und überall war etwas los. Den zahlreichen Zuschauern und den Kindern gefiel dies sehr gut. Auch für das leibliche Wohl war natürlich gesorgt. Uwe Thomsen und sein Team verkauften Kaffee und Getränke. Leckere Kuchen vom Löwenstedter Bäcker, Waffeln, Laugengebäck und Süßigkeiten wurden von uns mit Unterstützung der jugendlichen Mädchen verkauft. Trotz des späten Beginns waren alle Kinder dennoch gegen ca. 16:00 Uhr mit den Spielen fertig. Schnell wurde alles abgebaut, die Spiele auf die Anhänger zum Abtransport verstaut und die Punkte der Kinder zusammengerechnet, um die Königinnen und Könige zu ermitteln. Diese lauten wie folgt: Kindergarten: Naila Kohrt und Jelte Fischer 1. / 2. Klasse: Frieda Ufen und Christian Carstensen 3. / 4. Klasse: Monja Jensen und Jes-Colin Carstensen 5. / 6. Klasse: Laura Albertsen und Oke Lorenzen 7. / 8. Klasse: Mara Bremer und Tade Andresen Nach der Siegerehrung suchten sich alle Kinder ein Geschenk aus und man ging für eine kurze Verschnaufpause nach Hause. Denn bereits um viertel nach sechs trafen wir uns beim Kindergarten zum Aufstellen des Festumzuges wieder. Begleitet von der Löwenstedter Feuerwehr ging es mit Blumenbügeln durch das Dorf. Ziel war die Gastwirtschaft Friedensburg. Dort wurde noch einmal die Polonaise der Grundschüler aufgeführt. Nach dem Ehrentanz der Königspaare begann der Kinderfestball. Mit unserem traditionellen Abschlusslied „Kein schöner Land“ endete das diesjährige Kinderfest um ca. 22:30 Uhr. Der Festausschuss bedankt sich bei allen Helfern und Unterstützern. Recht herzlich bedanken möchten wir uns auch bei Mariechen Hansen und Kerstin Christiansen für Ihren jahrelangen Einsatz und tollen neuen Ideen im Festausschuss, die nun das Zepter weiter gereicht haben. (Juni 2018)

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Löwenstedt Eine aufregende Woche liegt hinter Birger Fette. Alles fing mit einem Anruf des Bürgermeisters an. „Du sollst geehrt werden, weil du dich seit Jahren für die Gemeinde und die örtlichen Vereine einsetzt“, teilte ihm Holger Jensen mit und erklärte, dass die Zeitung über ihn berichten möchte und auch das Radio sich angekündigt habe.

Nachdem der Interviewtermin feststand, geriet der Löwenstedter in helle Aufregung. Tagelang sprach er von nichts anderem mehr und rang lange mit sich, was er zu dieser Gelegenheit anziehen soll. Entschieden hat er sich schließlich für die Feuerwehruniform, „weil die am meisten hermacht“, wie er sagt. Ansonsten hätten noch die Arbeitsklamotten zur Wahl gestanden, die er trägt, wenn er am Feuerwehrhaus Rasen mäht, bei Veranstaltungen den Verkehr regelt oder in der Gemeinde beim Müllsammeln hilft. Oder das Fußballtrikot, denn der 42-Jährige steht bei Freundschaftsspielen des SV Blau Weiß Löwenstedt im Tor der Altherren-Mannschaft. „Da muss ich mich nicht so viel bewegen“, antwortet er erfrischend ehrlich auf die Frage, warum das Tor seine Lieblingsposition ist, und nicht die des Libero.

Dass all das für ihn nicht ganz so selbstverständlich ist, wie für andere Männer seines Alters, merkt man erst auf dem zweiten Blick, denn Birger Fette kam mit einer Lernbehinderung zur Welt. Der Löwenstedter arbeitet in den Husumer Werkstätten. „Ich schraube dort Lampen für den Straßenbau zusammen. Die verschicken wir in alle Welt“, erzählt er stolz.

In seinem Heimatdorf war seine Behinderung nie ein Thema: Sein inzwischen verstorbener Vater nahm ihn von Anfang an überall mit hin – zur Feuerwehr, in der er als Gruppenführer große Verantwortung trug, zum Reitplatz und zum Sport. Und weil er seinen Sohn schon sehr früh angemeldet hat, ist Birger bereits seit 40 Jahren Mitglied im SV Blau-Weiß Löwenstedt. „Einmal Löwe, immer Löwe“, das ist seine Devise. „Er ist tatsächlich einer der treuesten Fans auf dem Platz und sowohl im Training als auch im Spiel total aktiv. So oft es geht, fährt er zu den Auswärtsspielen mit und ist insgesamt der am besten ausgestattete Sportler im Verein“, erzählt der SV-Vorsitzende Sven Jensen von unterschiedlichen Fan-Outfits, an denen jeder stets ablesen könne, „ob Dortmund gut gespielt hat oder die Bayern Meister geworden sind“. Birger sei immer dementsprechend gekleidet, von Kopf bis Fuß.

Gern greift der Verein bei Sportevents und Reitturnieren auf Birger Fettes unerschütterliche Konsequenz als Parkplatzwächter zurück. „Wenn er die Order bekommen hat, niemanden durch die Absperrungen zu lassen, dann kommt auch keiner an ihm vorbei“, sagt Sven Jensen voller Anerkennung. Birgers Mutter Frauke Fette ist gerührt, als sie während des Interviews die lobenden Worte über ihren Sohn hört, der dank tatkräftiger Unterstützung durch die Arche Husum inzwischen in Löwenstedt in einer eigenen Wohnung leben kann. „Er weiß sich zu helfen, wenn er etwas nicht alleine schafft“, sagt sie und erzählt, dass es bei den abendlichen Telefonaten oft nur so aus ihm heraussprudelt: „Ich bin immer bestens informiert, was hier in Löwenstedt los ist“, sagt sie.

Nach Husum zu ziehen, um mit sehr viel weniger Aufwand zur Arbeit in die Werkstätten zu kommen, kommt für den 42-Jährigen im Leben nicht in Frage, obwohl er täglich mit dem Bus nach Viöl und von dort aus per Taxi weiter nach Husum muss: „Lieber laufe ich jeden Tag von der Bushaltestelle in Haselund zu Fuß nach Löwenstedt, als in der Stadt zu wohnen“, sagt er ernst. Seine kleine Wohnung ist ihm heilig. Er liebt seine Sammlung kleiner Feuerwehrautos und bastelt viel mit Holz. Der selbstgebaute Bollerwagen leistet ihm bei den Müllsammel-Terminen der Gemeinde beste Dienste: „Damit schafft er ganz alleine eine Tour, für die sonst mehrere Helfer gebraucht werden“, so Holger Jensen.

Als Birger strahlend erzählt, dass er vergangenes Jahr bei einem Brand in Haselund aktiv die Wasserversorgung sicherstellen durfte, bestätigt der Gemeindewehrführer Guido Albertsen, dass er auch diese Aufgabe gut gemanagt hat. „Aus versicherungstechnischen Gründen ist in solchen Fällen aber immer ein ausgebildeter Feuerwehrmann an seiner Seite“, betont er. „Wir freuen uns, dass er sich schon seit 21 Jahren in unserer Mitte so wohl fühlt“, beschreibt auch er die gelungene Integration, die schon der Bürgermeister angesprochen hatte: „Jeder hier weiß ihn zu nehmen. Dank Birger ist Inklusion bei uns im Dorf schon lange selbstverständlich.“

Quelle: shz / hn  März 2018 - Silke Schlüter

 


 

 BÜRGER-APP ZUR STEUERUNG

STRASSEN-BELEUCHTUNG IN LÖWENSTEDT

Quelle: Bayerischer Rundfunk / 27.01.2018

Kinder vom Land kennen die Situation: Es gibt ein Fest im Nachbardorf, die Ohren pfeifen noch von den Classic-Rock-Hits, bierselig taumelt man zu Fuß nach Hause. Durch stockdunkle Straßen, denn natürlich: die Straßenlaternen werden Nachts ausgeschaltet.  Das Szenario ist der perfekte Usecase für Knoop, eine App, mit der die Bewohner eines Dorfes selber bestimmen können, wann die Lichter in den Straßen an- oder ausgehen. Die Idee zu dieser App hatte Simon Hansen, ein 26-jähriger Informatiker aus Löwenstedt in Schleswig-Holstein, einem kleinen Dorf rund 30 Kilometer südwestlich von Flensburg. Ihm fällt irgendwann auf, dass Straßenlaternen ihren Job nicht immer zufriedenstellend machen: In manchen Orten brennen sie durch, obwohl kein Mensch mehr auf der Straße ist, in anderen Orten werden sie trotz Bedarfs abgeschaltet.  

Die Bewohner sollen selber entscheiden, wann draußen das Licht brennt.

Als Informatiker hat Simon eine Idee: Wie wäre es, wenn die Bewohner und Bewohnerinnen selber bestimmen, wann die Lampen in ihren Straßen leuchten? Also entwickelt er, zusammen mit Kollegen aus seiner Firma Sourceboat, die App "Knoop" (das plattdeutsche Wort für "Knopf"), und stellt das Konzept seinem Heimatdorf vor. Mittlerweile sind die 104 Laternen in Löwenstedt vernetzt. Alle Einwohnerinnen und Einwohner, die registriert sind, können die Straßenlaternen im Dorf mit einem Swipe einschalten. 

  Simon Hansen, APP-Entwickler

Vorteile für die Umwelt und die Gemeindekassen

Ausschalten können die Löwenstedter ihre Laternen momentan nicht, obwohl es technisch natürlich ginge. “Knoop” kann individuell konfiguriert werden, Module können hinzugefügt oder weggelassen werden, so wie es eine Gemeinde wünscht. Die Vorteile einer bedarfsgerechten Beleuchtung sind dagegen überall dieselben: Wo Straßenlaternen zu lange leuchten, kann der CO2-Ausstoß und die Lichtverschmutzung verringert werden. Außerdem kommt es einen Ort auch billiger, hat Simon Hansen ausgrechnet. Genaue Zahlen wird es aber erst geben, wenn "Knoop" länger in Betrieb ist.

Bisher ist die Laternen-App nur in Löwenstedt im Einsatz. Simon Hansen und das Team von "Sourceboat" beraten aber auch schon andere Gemeinden, die Interesse haben. Dorffeste gäbe es bestimmt genug.

Hier auch ein Film-Beitrag aus Heute-Plus:

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/per-app-das-dorf-beleuchten-102.html 

 

„Lokführerin“ für das Plattdeutsche

Wie Tausendsassa Gesa Retzlaff aus der Nähe

von Husum zu einem der vordersten Botschafter

für die Sprache des Nordens geworden ist

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Löwenstedt Etliche Landwirte, Lohnunternehmer, Jäger, Feuerwehrleute und Gemeindevertreter – die meisten waren in mehrfacher Funktion gekommen – lauschten gespannt dem Vortrag von Thomas Carstensen, der in Löwenstedt die Einsatzmöglichkeiten einer größeren Drohne mit integrierter Wärmebildkamera vorstellte. Nun soll die Gemeindevertretung darüber beraten, ob die Anschaffung so eines Gerätes sinnvoll und möglich ist. Bürgermeister Holger Jensen stimmte mit nachdenklichen Worten auf das Thema ein: „Fast jeder von uns hat es schon erlebt, dass beim Mähen ein Rehkitz unter die Messer geraten ist – trotz aller Vorsichtsmaßnahmen. Es ist inzwischen fast unmöglich, so etwas zu vermeiden, auch weil die Maschinen so groß und schnell geworden sind. Unsere Flächen sind binnen acht Tagen komplett abgemäht. Da haben die Tiere keine Chance mehr, zu entkommen.“ Ein Problem, das Thomas Carstensen zu seiner Herzensangelegenheit gemacht hat. Er berichtete aus den Erfahrungen der Gemeinde Olderup, deren Bürgermeister er ist. Dort haben kürzlich sechs künftige Drohnen-Piloten einen entsprechenden „Führerschein“ gemacht (wir berichteten).

Über eine WhatsApp-Gruppe sind sie miteinander im Kontakt, und in der Praxis läuft es dann so: Der Landwirt informiert die Gruppe am Vortag darüber, wann und wo er mähen will. Daraufhin treffen sich vier Leute vor Ort und schicken die Drohne übers Feld: Einer steuert das Gerät mit der Wärmebildkamera an Bord und behält es ständig im Auge, einer blickt konzentriert auf einen Bildschirm und ruft „Stopp!“, sobald er einen verdächtigen Punkt im Feld entdeckt. Beim Umschalten auf das Realbild wird auf dem Display deutlich, ob es sich bei der „Wärmesignatur“ um einen Hasen handelt, der weghoppeln wird, sobald die Maschinen anrollen, oder um ein abgelegtes Rehkitz. „Das wird sich freiwillig um keinen Millimeter von dort weg bewegen“, machte Carstensen deutlich.

Damit niemand das Tier anfassen muss, gehen die anderen beiden Teammitglieder zur „Wildsicherung“ ins Feld: Sie stülpen einen luftigen Korb über das Kitz und sichern sein Versteck mit Weidezaunstangen und einem Wimpel. So erkennt der Fahrer der Mähmaschine den Standort schon von weitem und kann einen großen Bogen darum fahren. Ist das Feld abgemäht, wird der Korb entfernt, damit die Ricke ihr Junges holen und in Sicherheit bringen kann. Das passiert oft binnen kürzester Zeit. Auf diese Weise wurden in Olderup in der letzten Saison elf Kitze vor dem Mähtod bewahrt, auf einer Fläche von etwa 400 bis 500 Hektar. „Die Drohne schafft in 15 Minuten zehn Hektar“, rechnete Carstensen vor und empfahl, das Gerät morgens vor 9 Uhr und abends nach 19 Uhr einzusetzen, weil nur dann der Temperaturunterschied zwischen dem Tier und seiner Umgebung groß genug ist, um es mit der Wärmebildkamera zuverlässig orten zu können. Das Wichtigste aber sei ein reibungsloser und zuverlässiger Informationsfluss unter allen Beteiligten.

Überzeugt vom Wert dieser Technik hat sich der Kreisjägermeister vorgenommen, möglichst viele Gemeinden vom Kauf einer solchen Drohne mit Wärmebildkamera zu überzeugen. Dabei bringt er auch Finanzierungsvorschläge mit: So könnte die Anschaffung aus den Einnahmen der Jagdgenossenschaft bezahlt werden. Seiner Meinung nach wäre es aber vorteilhafter, wenn die Gemeinde Eigentümer wird und die Drohne der Feuerwehr zur Verfügung stellt, zum Überfliegen von Brandruinen auf der Suche nach Glutnester oder bei der Suche nach vermissten Personen. Im Sinne der Gefahrenabwehr hätten die Bürgermeister als Vertreter der Ordnungsbehörden vor Ort zudem gewisse Rechte, wie das vorübergehende Aufheben geltender Abstandsregelungen zu Gebäuden, Windkraftanlagen oder Straßen. Für den Drohneneinsatz müssten so in der Regel keine Sondergenehmigungen eingeholt werden. Seine Kalkulation umfasst die Anschaffung der Drohne, die inklusive Wärmebildkamera etwa 4000 Euro kostet, und den Kauf von vier Ersatzakkus á 75 Euro. „Jeder Akku hält etwa 25 Minuten und sollte während des Einsatzes mit Hilfe einer Lkw-Batterie immer wieder aufgeladen werden“, so Thomas Carstensen. Er empfahl, mehrere Personen den Drohnen-Führerschein machen zu lassen, der jeweils mit 380 Euro zu Buche schlägt. Löwenstedts Bürgermeister Holger Jensen bat darum, sich vor Ort ansehen zu dürfen, wie das Ganze in der Praxis funktioniert und versprach, das Thema auf der nächsten Gemeindevertreter-Sitzung vorzustellen. Silke Schlüter

 

shz - 09.02.2018 - Viöl - Es ist zwar noch gut ein halbes Jahr hin, bis er in den Ruhestand geht, doch als „gelernter Beamter“ kann Gerd Carstensen nicht aus seiner Haut: Für diesen großen Tag im August oder September plant und regelt der Leitende Verwaltungsbeamte (LVB) schon jetzt alles, was seiner Meinung wichtig ist, damit es sein Nachfolger im Amt Viöl nicht unnötig schwer hat. „Und bis dahin ist das Wichtigste das Tagesgeschäft“, sagt Carstensen.

Seine berufliche Vita reicht zurück bis ins Jahr 1970, dem Beginn seiner Verwaltungslaufbahn im ehemaligen Amt Obere Arlau (seit 1978 Amt Viöl). 1976 folgte die Laufbahnprüfung für den gehobenen Dienst. „Ich wurde Leiter des Sozialamtes und stellvertretender Kämmerer. Von 1978 bis 2003 lag das Hauptamt in meiner Verantwortung“, erzählt Carstensen. Auch danach nahm er an diversen Fortbildungen teil und legte so zum Beispiel die Ausbilder-Eignungsprüfung ab. 2003 bewarb er sich auf die Stelle des LVB. „Die Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht“, erinnert er sich an seine Sorge, ob es wohl gelingen würde, ohne Reibungsverluste vom Kollegen zum Vorgesetzten zu werden. Doch er bekam von allen Seiten viel Zuspruch und Unterstützung.

Viel hat sich in all den Jahren verändert: Bestand die Technik anfangs aus Umdruckern und Nasskopierern, so sind heute moderne Scanner im Einsatz und flotte PCs statt klapperiger Schreibmaschinen. „Heute habe ich nur noch gelernte Verwaltungsfachkräfte um mich. Das ist auch gut so, denn die Vorschriften sind viel kurzlebiger geworden. Wir müssen uns ständig in neue Regelwerke einarbeiten“, sagt der LVB und kann sich noch an Zeiten erinnern, in denen Briefe in aller Ruhe diktiert und über den Postweg verschickt wurden. Alles brauchte eben seine Zeit. „Heute wird erwartet, dass eine Mail binnen einer Stunde bearbeitet wird.“

Zu den schönsten Erlebnissen seiner Laufbahn zählt er die Verhinderung einer 250 000 Mark-Zahlung an den Kreis, der wegen angeblich unrechtmäßiger Abrechnung in der Schülerbeförderung von den Schulträgern Rückzahlungen forderte. „Bei uns war alles rechtens. Als einziger Schulträger haben wir nichts zahlen müssen“, freut er sich noch heute über seine damals so erfolgreiche Argumentationslinie. Ebenso gerne denkt er an die Stellenausschreibung für den Schulleiterposten in Haselund zurück. Was dem Schulamt zuvor nicht gelingen wollte, schafften die Viöler auf Anhieb in Eigenregie. „Das lag wohl an dem Schulprofil, das wir damals zu diesem Zweck entwickelt haben. Heute gehört so ein Profil bei jeder Stellenausschreibung dazu.“

2008 durfte er die Fusion der Schulverbände Viöl und Ohrstedt maßgeblich begleiten und ab 2012 das Vier-Dörfer-Projekt. Es umfasst gemeinsame Projekte und Feste für Haselund, Löwenstedt, Norstedt und Sollwitt, die Installation der Jugendgemeinderäte und der Gemeindekümmerin sowie die Förderung der örtlichen Sportvereine. Den 2009 gestarteten Glasfaser-Ausbau muss sein Nachfolger zu Ende bringen – sieben der 13 Gemeinden fehlen noch.

„Ich habe keinen einzigen Tag bereut“, sagt Gerd Carstensen. Dabei hat er sich nie nur über den Beruf definiert: „Das Ehrenamt ist mir sehr wichtig“, sagt der fast 63-Jährige, der in verschiedenen Vereinen als Schriftführer oder Kassenwart fungiert. Auf sportlicher Ebene gehörte sein Herz stets dem Fußball: als Damentrainer in Arlewatt, als Jugendtrainer in Arlewatt sowie in Löwenstedt und als Trainer mit B-Lizenz im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband. Seine Beweglichkeit wird auch von den drei Enkeln geschätzt, die, wie er lachend erzählt, einen geländegängigen Großvater fordern. Da gerade das vierte Enkelkind im Anmarsch ist, will er nach der Pensionierung mit seiner Frau im Wohnwagen nach Österreich fahren und dort die erweiterte Familie besuchen. „Vor allem aber muss ich lernen, ohne Terminkalender und Zeitdruck zu leben. Ich muss erfahren, was Langeweile eigentlich ist. Wenn ich das weiß, werde ich die Ruhestands-Akte checken und die dort genannten Aufgaben auf ihre Umsetzung prüfen“, verspricht Carstensen schmunzelnd.

„Der LVB ist Partner, nicht Besserwisser“. Das war und ist die Devise von Gerd Carstensen, dessen Nachfolger ab Mitte Mai an seiner Seite sein wird. Durch die anstehenden Kommunalwahlen gibt es zu der Zeit noch sehr viel zu tun. „Ich möchte Conrad Plöhn vor allem dabei helfen, sich bei uns im Amt zurechtzufinden und Begeisterung für die Aufgaben zu entwickeln, die auf dem Land oft ganz andere Strukturen erfordern, als in der Stadt.“ Dass Plöhn plattdeutsch spricht, sei ein echter Glücksfall. „Durch die gemeinsame Sprache wird es ihm schnell gelingen, im Amt Viöl Vertrauen aufzubauen“, da ist sich Gerd Carstensen sicher. Silke Schlüter

 

Löwenstedter Wehr

leistet 1772 Arbeitsstunden

 

 

 

SHZ - 07.02 .2018 - Löwenstedt - Groß war die Gästeschar, die sich zum Feuerwehrfest im Gasthof Friedensburg in Löwenstedt eingefunden hatten. Neben aktive und passive Mitglieder begrüßte Wehrführer Guido Albertsen seine Vorgänger Thomas Christiansen und Frank Schwalbe, den ehemaligen stellvertretenden Wehrführer Hans-Heinrich Hansen sowie den ehemaligen Kommandanten des Munitionsdepot, Dirk Rainer Weiss. Seit nunmehr elf Jahren steht Albertsen der Wehr vor. Er hielt einen Rückblick aufs vergangene Jahr. Es gab zwei Ernst-Einsätze beim Sturm Sebastian. Dann musste eine überflutete Straße wieder zugänglich gemacht werden. Nicht der Regen, sondern ein bei Bauarbeiten beschädigter Hydrant war die Ursache. Eine Großübung mit Haselund, Norstedt und Sollwitt stand auf dem Trainingsprogramm. Im Kindergarten kümmerten sich die Löschprofis um die Brandschutzerziehung. Außerdem veranstaltete die Wehr einen Grillabend und das Laternelaufen.

Die Wehr zählt 50 Aktive davon 18 in der Reserve und zwei in der Jugendwehr. Unterstützt wird sie von 119 passiven Angehörigen. Der Altersdurchschnitt der Mitglieder beträgt 39,76 Jahre. Insgesamt wurden 1772 Arbeitsstunden absolviert davon 700 Stunden Ausbildung und Lehrgänge.

Befördert wurden: zum Oberfeuerwehrmann Melf Jensen, Rene Jensen, Torben Jensen, Tim Jensen, Björn Nissen und Mirko Sachwitz; zu Hauptfeuerwehrmännern Finn Christiansen und Lasse Ketelsen. Der neugewählte stellvertretende Wehrführer Torge Petersen wurde zum Löschmeister befördert.

Bei den Ehrungen gab es für 20 Jahre aktiven Dienst eine Bandschnalle für Hans-Thomas Ley und für 40 Jahre ebenfalls eine für Heiko Albertsen, Heinz Jensen und Torsten Thomsen. Einen Gutschein für die Teilnahme an allen Übungsabenden erhielten Carl-Heinrich Thomsen und Torge Petersen.

Bürgermeister Holger Jansen dankte der Wehr für die immerwährende Einsatzbereitschaft. Er übergab Wehrführer Albertsen das neue Gemeindewappen, welches das Löschfahrzeug 10 schmücken wird. pep

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GEMEINDE LÖWENSTEDT BÜRGERMEISTER Holger Jensen, Norderfeld 9A, 25864 Löwenstedt | TEL. 04673-870 / e-mail: holger.jensen@nf.tng.de