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Gemeinde rechnet mit dickem Plus 

Windenergie-Einnahmen bislang nicht im Haushalt berücksichtigt
(shz/hn- 23.12.2015) Löwenstedt - Besuch bekam der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Eine fünfköpfige Flüchtlingsfamilie aus Syrien, die seit wenigen Wochen in Löwenstedt untergebracht ist, stattete den Gemeindevertretern einen Besuch ab. Bürgermeister Holger Jensen hieß die Neuankömmlinge willkommen und stellte dabei klar, dass die Gemeinde gerne Flüchtlinge aufnehme. Fünf Jahre sei die aus Homs stammende Familie auf der Flucht gewesen, bevor sie nach einem längeren Aufenthalt in Jordanien nach Deutschland kam. Derzeit würden noch Helfer gesucht, um die Flüchtlinge bei Einkaufsfahrten oder Behördengängen zu unterstützen.
Gleich zwei Zahlenwerke lagen den Gemeindevertretern vor. So musste der Nachtragshaushalt verändert werden. Die Baukosten am Kindergarten seien niedriger ausgefallen, als man geplant hatte, erläuterte Jensen. Zusätzliche Kosten entstanden durch die Digitalfunkgeräte, mit denen die Feuerwehrfahrzeuge ausgestattet werden sollen. Auch die Schulkostenbeiträge mussten nach oben korrigiert werden. Hingegen kann die Gemeinde bei den Gewerbesteuer-Einnahmen mit einem Zuschlag rechnen. Dabei seien die Steuereinnahmen durch die Windkraft noch gar nicht berücksichtigt, so der Bürgermeister weiter. „Letztendlich können wir am Ende des Jahres mit einem satten Plus in Höhe von gut 120 000 Euro rechnen“, erklärte Holger Jensen.
Dagegen geht die Kämmerei davon aus, dass 2016 mit einem Fehlbetrag in Höhe von fast 70 000 Euro enden wird. Doch Bürgermeister Holger Jensen gab Entwarnung und wollte diese Zahl nicht zu hoch bewertet wissen. Hier seien die Gewerbesteuereinnahmen aus dem Windkraftgeschäft noch nicht eingerechnet. Einen großen Brocken bildet die Straßenunterhaltung, die mit 40 000 Euro angesetzt wurde. Außerdem muss die Gemeindekasse mit weniger Schlüsselzuweisungen vom Land auskommen. Weiter wurde die beabsichtigte Erhöhung der Kreisumlage um 2,5 Prozent sowie die beschlossene Erhöhung der Amtsumlage um ein Prozent berücksichtigt. Damit erhöhen sich die Ausgaben um fast 35 000 Euro. Doch noch seien dies Planungszahlen. „Ich rechne damit, dass wir auch im kommenden Jahr einen Nachtragshaushalt aufstellen müssen, in dem am Ende ein Plus stehen wird.“ Denn das Gremium hat gleichzeitig beschlossen, für die Jahre 2016 bis 2019 keine kostspieligen Investitionsmaßnahmen vorzunehmen.
Auch mit der Teilgenehmigung des Flächennutzungsplans musste sich das Gremium befassen. Nachdem das Oberverwaltungsgericht Schleswig die Regionalpläne verworfen hat, können diese Pläne zur Errichtung von Windeignungsflächen nicht mehr genutzt werden. Zudem ging es um eine Zweckbestimmung der Sonderbaufläche „Lagerung Feuerwehrskörper und Photovoltaikanlagen.“
Nun ist es offiziell. Die Gemeinde hat einen weiteren Straßennamen. Im Volksmund hieß die bisherige Wegstrecke Sandweg. Mehrere Vorschläge wurden in der Sitzung genannt. Doch die Gemeindevertreter kamen immer wieder auf die bisherige Namensgebung zurück. Einstimmig gab es hierfür grünes Licht (hjm).

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Windpark kurz vor Fertigstellung - Löwenstedt

shz / Husumer Nachrichten - 17.12.2015 - Drei Windmühlen baut der Bürgerwindpark Löwenstedt GmbH & Co. KG. im Tal der Ostenau. Eine der drei Megawatt leistenden Siemens-Anlagen mit einer Höhe von 150 Meter nahm gestern schon den Probebetrieb auf. Auch die zweite Windmühle ist fertiggestellt, bei der dritten Anlage steht der Turm. Das Besondere an diesen Kraftwerken ist die Tatsache, dass sie auch in der Nähe von Funkanlagen errichtet werden können, da ihre Aggregate gekapselt sind. Zudem werden die Rotoren bereits am Boden mit der Nabe verbunden und dann als fertiges Bauteil nach oben gezogen, wo es in 113 Meter Höhe an das Maschinenhaus angedockt wird (ume).

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Im Jubiläumsjahr spielen sie zu Hause + Es begann mit Aufführung zum Ernteball in der Gemeinde: De junge Lüüd ut Löwenstedt bestehen seit 30 Jahren

Löwenstedt (shz/hn 24.11.2015)  Genau 30 Jahre ist es jetzt her, seit einige junge Leute aus Löwenstedt zum Ernteball 1985 mit „De vergnöögte Bimmelbahn“ ein plattdeutsches Theaterstück auf die Bühne brachten – ohne zu ahnen, dass dieser Zug schon bald gewaltig an Fahrt aufnehmen und jahrzehntelang nicht zum Stehen kommen würde. Das war vor allem Tilla Lorenzen zu verdanken, die mit den spielfreudigen Jungs und Deerns in den folgenden Jahren viele umjubelte Stücke einstudierte. Sie gab der Truppe auch den Namen: Auf einem niederdeutschen Spielgruppentreffen danach gefragt, sagte sie spontan „Wi sind de Junge Lüüd ut Löwenstedt“. Dabei blieb es.

Gerne erinnern sich die Akteure von damals an die ersten Stücke wie „Fru Ilsebill“, „De Singschooster“ oder „König Drosselbart“. Ein besonderer Höhepunkt waren Mitte der 1990er Jahre die gemeinsam mit dem Musik-Club Viöl gefeierten 40 Aufführungen von „Een lütte verzauberte Fleut“, die allen viel Lob einbrachten. Motor dieser Erfolge war und blieb Tilla Lorenzen, die im Laufe der Jahre mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet wurde: 1995 mit dem Niederdeutschen Literaturpreis der Stadt Kappeln und 1999 mit dem Hans Momsen-Ehrenpreis des Kreises Nordfriesland für kulturelle Verdienste. Die Verleihung von „Dat grote P“, dem Ehrenpreis des Fördervereins Plattdüütsch-Zentrum in Leck im Jahr 2005, hat die kurz zuvor verstorbene Gründerin zwar nicht mehr miterleben können, „aber sie wusste, dass wir diesen Preis bekommen würden und hat sich sehr darüber gefreut“, erinnert sich Gesa Retzlaff, die von Anfang an mit dabei war und seit 2003 bei den Jungen Lüüd den Vorsitz innehat.

Die Chronik zum 25-jährigen Bestehen im Jahr 2010 war bereits gespickt mit bemerkenswerten Erfolgen, nun erfährt diese Geschichte eine vielversprechende Fortsetzung mit dem mehrfach gespielten Dinner-Krimi „Familienbande“ in der Gaststätte Friedensburg und der Verleihung des „Plattdüütsch Emmi“, der den Löwenstedtern in diesem Jahr für das generationsübergreifende Stück „Momo“ zuerkannt wurde. Auch über die jüngste Nominierung für den Deutschen Bürgerpreis in Schleswig-Holstein haben sich die Akteure sehr gefreut, selbst wenn es am Ende nicht ganz für den Sieg gereicht hat. Dafür ist das Interesse der Dorfjugend am Theater spätestens seit „Momo“ umso größer: In der neuen Nachwuchsgruppe von Steffen Ketelsen und Sandra Kemper-Petersen sind Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren gerade dabei, die Bühne für sich zu entdecken.

Bereits seit 1987 dürfen die Jungen Lüüd ut Löwenstedt in der zum Mehrzweckraum umgebauten Kapelle proben, nun sollen in dieser besonderen Atmosphäre auch Aufführungen stattfinden. „Mit unserem neuen Theaterstück laden wir erstmals ganz bewusst nach Löwenstedt ein und werden nicht, wie sonst, mit unserem ganzen Gepäck zu den Zuschauern reisen“, so Gesa Retzlaff. In „An de Arche Klock acht“ sinnieren drei Pinguine darüber, ob es den lieben Gott überhaupt gibt, ob er wirklich alles sieht und es dabei immer gut mit den Erdenbewohnern meint. Die Glaubensfrage wird umso aktueller, als die Sintflut kommt und für Noahs Arche nur zwei Tickets für die Pinguine zur Verfügung stehen. Einen von ihnen im Stich zu lassen, das kommt für die drei niedlichen Gesellen überhaupt nicht in Frage. Damit alle an Bord gehen können, fassen sie einen waghalsigen Plan… Wer wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht, sollte eine der Aufführungen in der Kapelle besuchen: am 4. und 5. Dezember ab 19.30 Uhr sowie am 12. und 19. Dezember ab 16.30 und 19.30 Uhr.

Wie sehr die Löwenstedter ihre Jungen Lüüd schätzen, beweist nicht nur die große Zahl an treuen Mitgliedern, von denen viele von Anfang an mit an Bord sind. Manche der einst aktiven Spieler begleiten nun schon ihre eigenen Kinder zu den Proben, andere sind nach wie vor stets ganz vorne aktiv mit dabei, wie etwa Bühnenbauer Heino Sachwitz, Spielleiterin Gesa Retzlaff und die Vize-Vorsitzende Dörte Schilling, die im neuen Stück die Taube spielt.

Und auch sonst machen die Jungen Lüüd alles selbst: Für die Kostüme zeichnet Martina Siewertsen verantwortlich, um die Maske kümmern sich die Kemper-Schwestern. Die Lichttechnik liegt in der Hand von Mirko Sachwitz und Thies Jensen, für den guten Ton sorgen Torge Petersen und Simon Hansen. Die Plakate gestaltete Helge Petersen und der Bühnenprospekt mit der immerhin zweieinhalb Meter hohen Arche im Hintergrund stammt von Christiane Clausen . Pastorin Inke Thomsen-Krüger studierte den Gesangspart mit den Akteuren ein, als Souffleuse fungiert Leila Jensen. Karten für die Aufführungen gibt es bei der Husumer Volksbank in Viöl und Husum.

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GEMEINDE LÖWENSTEDT BÜRGERMEISTER Holger Jensen, Norderfeld 9A, 25864 Löwenstedt | TEL. 04673-870 / e-mail: holger.jensen@nf.tng.de