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Virtuelle Gäste in Löwenstedt - Willkommen !!!
Besuchen Sie uns gerne regelmäßig... !

Ein Aushängeschild der Gemeinde Löwenstedt ...

...ist die Theatergruppe „Junge Lüüd ut Löwenstedt“ .

Durch vielfältige Darbietungen auf den Brettern , die die Welt bedeuten , hat sich die Theatergruppe überregional einen Namen gemacht . Und das mit plattdeutschem Theater !!! Selbstgeschriebene Stücke , Kabarett , Loriot auf platt , oder Mozarts Zauberflöte --- richtig gesagt : „ Een lütte verzauberte Fleut“ waren und sind Highlights aus einem ständig wechselnden Programm . Und wie der Name schon sagt : Junge Menschen sind hier kreativ – und beleben das Kulturleben in und um Löwenstedt , im gesamten Kreis Nordfriesland und auch über die Landesgrenzen hinaus . Und immer wieder steht die Plattdeutsche Sprache im Mittelpunkt .

  Natürlich sind auch Schauspieler/innen oder solche , die es werden wollen herzlich willkommen . 

Bei Fragen kann man sich gerne an den Vorstand wenden:

  1. Vorsitzende   :   Gesa Retzlaff   Tel.: 04843/917

2. Vorsitzende   :   Dörte Schilling  Tel.: 04843/2175

Kassenwartin :       Leila Jensen 

Schriftführerin :      Tanja Albertsen

Beisitzer/innen :     Mila Kemper,  Sandra Kemper-Petersen , Steffen Ketelsen

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Auszeichnung für die Jungen Lüüd -
Löwenstedter Theaterspieler gehören jetzt zum Niederdeutschen Bühnenbund / Nächstes Jahr beginnt der Umzug des Theaterfundus ( HN - 21.12.216)


Löwenstedt Über den „Aufstieg in eine neue Liga“ freuen sich die Jungen Lüüd ut Löwenstedt. Jetzt wurde die seit mehr als 30 Jahre bestehende Theatergruppe Mitglied im Niederdeutschen Bühnenbund Schleswig-Holstein. Bühnenleiterin Gesa Retzlaff berichtet, wie es dazu kam: „Nachdem das Niederdeutsche Theater 2014 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen worden war, erhielten wir im September 2015 eine Einladung nach Berlin. Mit einer kleinen Abordnung nahmen wir dort an einem Plattdeutschen Abend in der Landesvertretung Schleswig-Holstein teil.“ Bei dieser Gelegenheit machten die Jungen Lüüd mit einem Ausschnitt aus „Momo“ Wolfgang Börnsen auf sich aufmerksam. Der Vorsitzende des Niederdeutschen Bühnenbundes lobte nicht nur die vorbildliche Jugendarbeit der Löwenstedter, er riet Gesa Retzlaff auch, einen Aufnahmeantrag zum Bühnenbund zu stellen.

Obwohl alleine diese Empfehlung für alle schon eine Riesenehre war, haderte der Vorstand noch eine Weile mit der Idee: „Wir sorgten uns, ob dieser Schritt zu viel Verpflichtung oder gar Einflussnahme in unsere Arbeit mit sich bringen könnte“, gibt Gesa Retzlaff zu. Allen Zweifeln zum Trotz bewarb sie sich 2016 dann doch um die Aufnahme. Mit Erfolg: „Seit drei Monaten gehören wir dem Niederdeutschen Bühnenbund an“, sagt die Spielleiterin stolz. Sie freut sich über die neuen Kontakt-, Austausch- und Fördermöglichkeiten im Netzwerk erfahrener Amateurbühnen. Auch hofft sie, hier und da von den professionellen Einflüssen profitieren zu können: „Ich denke da zum Beispiel an den Einsatz von Gastregisseuren oder an Fortbildungsangebote“, sagt sie. Für die Zukunft wünschen sich die jungen Lüüd spannende Begegnungen mit den Jugendabteilungen anderer Bühnen „und vielleicht auch mal eine Produktion mit professioneller Unterstützung“. Die Aktiven sind sich bewusst, dass sie dies bezüglich einen Vorteil mitbringen: „Unsere Spieler sind fast alle aktive Plattschnacker. Sie spielen auf der Bühne in ihrer Muttersprache und müssen sie nicht erst mühsam einstudieren“, so Gesa Retzlaff. Das sei längst nicht bei allen niederdeutschen Bühnen so.

Und dann hat sie noch eine weitere Neuigkeit auf Lager, die den Theaterfundus der Jungen Lüüd betrifft. Der befand sich lange Zeit auf dem Boden der Löwenstedter Kapelle. Über eine Klapptreppe wurden nach und nach immer mehr Kleider, Requisiten und Kulissen nach oben bugsiert, so dass der kleine Dachraum bald aus allen Nähten platzte. Beim Bau des Feuerwehrgerätehauses fanden diese Schätze später in einem Nebenraum eine neue Bleibe. Da dieser Raum nun von der Feuerwehr selbst benötigt wird, musste Ersatz her. Bürgermeister Holger Jensen schlug vor, den Fundus in einem stillgelegten Stall im Dorfkern unterzubringen. „Dort steht uns nach dem Umbau viel Platz zur Verfügung“, ist Gesa Retzlaff zufrieden. Der Umzug soll im nächsten Jahr erfolgen. Vorher aber heißt es noch einmal tüchtig proben, denn aufgrund des großen Erfolges im vergangenen Jahr führen die „Jungen Lüüd ut Löwenstedt“ in der Löwenstedter Kapelle erneut das 2015 gefeierte Stück „An de Arche Klock Acht“ auf: Am 29. Januar und am 4. Februar um 17 und um 20 Uhr, am 11. Februar um 20 Uhr und am 12. Februar um 17 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Husumer Volksbank in Husum und Viöl. Karten für das Jubiläumsstück, die sich auch ganz prima als Weihnachtsgeschenk eignen, gibt es jetzt schon im Vorverkauf im Gardinenstudio Carstensen in Viöl. ssl

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Im Jubiläumsjahr spielen sie zu Hause +
Es begann mit Aufführung zum Ernteball in der Gemeinde:

De junge Lüüd ut Löwenstedt bestehen seit 30 Jahren

 

 

Löwenstedt (shz/hn 24.11.2015)  Genau 30 Jahre ist es jetzt her, seit einige junge Leute aus Löwenstedt zum Ernteball 1985 mit „De vergnöögte Bimmelbahn“ ein plattdeutsches Theaterstück auf die Bühne brachten – ohne zu ahnen, dass dieser Zug schon bald gewaltig an Fahrt aufnehmen und jahrzehntelang nicht zum Stehen kommen würde. Das war vor allem Tilla Lorenzen zu verdanken, die mit den spielfreudigen Jungs und Deerns in den folgenden Jahren viele umjubelte Stücke einstudierte. Sie gab der Truppe auch den Namen: Auf einem niederdeutschen Spielgruppentreffen danach gefragt, sagte sie spontan „Wi sind de Junge Lüüd ut Löwenstedt“. Dabei blieb es.

Gerne erinnern sich die Akteure von damals an die ersten Stücke wie „Fru Ilsebill“, „De Singschooster“ oder „König Drosselbart“. Ein besonderer Höhepunkt waren Mitte der 1990er Jahre die gemeinsam mit dem Musik-Club Viöl gefeierten 40 Aufführungen von „Een lütte verzauberte Fleut“, die allen viel Lob einbrachten. Motor dieser Erfolge war und blieb Tilla Lorenzen, die im Laufe der Jahre mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet wurde: 1995 mit dem Niederdeutschen Literaturpreis der Stadt Kappeln und 1999 mit dem Hans Momsen-Ehrenpreis des Kreises Nordfriesland für kulturelle Verdienste. Die Verleihung von „Dat grote P“, dem Ehrenpreis des Fördervereins Plattdüütsch-Zentrum in Leck im Jahr 2005, hat die kurz zuvor verstorbene Gründerin zwar nicht mehr miterleben können, „aber sie wusste, dass wir diesen Preis bekommen würden und hat sich sehr darüber gefreut“, erinnert sich Gesa Retzlaff, die von Anfang an mit dabei war und seit 2003 bei den Jungen Lüüd den Vorsitz innehat.

Die Chronik zum 25-jährigen Bestehen im Jahr 2010 war bereits gespickt mit bemerkenswerten Erfolgen, nun erfährt diese Geschichte eine vielversprechende Fortsetzung mit dem mehrfach gespielten Dinner-Krimi „Familienbande“ in der Gaststätte Friedensburg und der Verleihung des „Plattdüütsch Emmi“, der den Löwenstedtern in diesem Jahr für das generationsübergreifende Stück „Momo“ zuerkannt wurde. Auch über die jüngste Nominierung für den Deutschen Bürgerpreis in Schleswig-Holstein haben sich die Akteure sehr gefreut, selbst wenn es am Ende nicht ganz für den Sieg gereicht hat. Dafür ist das Interesse der Dorfjugend am Theater spätestens seit „Momo“ umso größer: In der neuen Nachwuchsgruppe von Steffen Ketelsen und Sandra Kemper-Petersen sind Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren gerade dabei, die Bühne für sich zu entdecken.

Bereits seit 1987 dürfen die Jungen Lüüd ut Löwenstedt in der zum Mehrzweckraum umgebauten Kapelle proben, nun sollen in dieser besonderen Atmosphäre auch Aufführungen stattfinden. „Mit unserem neuen Theaterstück laden wir erstmals ganz bewusst nach Löwenstedt ein und werden nicht, wie sonst, mit unserem ganzen Gepäck zu den Zuschauern reisen“, so Gesa Retzlaff. In „An de Arche Klock acht“ sinnieren drei Pinguine darüber, ob es den lieben Gott überhaupt gibt, ob er wirklich alles sieht und es dabei immer gut mit den Erdenbewohnern meint. Die Glaubensfrage wird umso aktueller, als die Sintflut kommt und für Noahs Arche nur zwei Tickets für die Pinguine zur Verfügung stehen. Einen von ihnen im Stich zu lassen, das kommt für die drei niedlichen Gesellen überhaupt nicht in Frage. Damit alle an Bord gehen können, fassen sie einen waghalsigen Plan… Wer wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht, sollte eine der Aufführungen in der Kapelle besuchen: am 4. und 5. Dezember ab 19.30 Uhr sowie am 12. und 19. Dezember ab 16.30 und 19.30 Uhr.

Wie sehr die Löwenstedter ihre Jungen Lüüd schätzen, beweist nicht nur die große Zahl an treuen Mitgliedern, von denen viele von Anfang an mit an Bord sind. Manche der einst aktiven Spieler begleiten nun schon ihre eigenen Kinder zu den Proben, andere sind nach wie vor stets ganz vorne aktiv mit dabei, wie etwa Bühnenbauer Heino Sachwitz, Spielleiterin Gesa Retzlaff und die Vize-Vorsitzende Dörte Schilling, die im neuen Stück die Taube spielt.

Und auch sonst machen die Jungen Lüüd alles selbst: Für die Kostüme zeichnet Martina Siewertsen verantwortlich, um die Maske kümmern sich die Kemper-Schwestern. Die Lichttechnik liegt in der Hand von Mirko Sachwitz und Thies Jensen, für den guten Ton sorgen Torge Petersen und Simon Hansen. Die Plakate gestaltete Helge Petersen und der Bühnenprospekt mit der immerhin zweieinhalb Meter hohen Arche im Hintergrund stammt von Christiane Clausen . Pastorin Inke Thomsen-Krüger studierte den Gesangspart mit den Akteuren ein, als Souffleuse fungiert Leila Jensen. Karten für die Aufführungen gibt es bei der Husumer Volksbank in Viöl und Husum.

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Bürgerpreis des Landes Schleswig-Holstein : Von Enttäuschung keine Spur
Der Speicher und die Theaterbühne „Junge Lüüd ut Löwenstedt“ nahmen es olympisch und freuten sich über die Anerkennung
Husum/Löwenstedt / shz-Husumer Nachrichten vom 14.11.2015

 

Was für ein Glück, dass nicht nur ein Vertreter aus Nordfriesland zur Verleihung des Deutschen Bürgerpreises Schleswig-Holstein gefahren war. Denn obgleich die zehnköpfige Abordnung des Husumer Speichers ganz bewusst auf öffentliche Verkehrsmittel gesetzt und zudem noch einen Vorlauf von zweieinhalb Stunden einkalkuliert hatte, wäre sie um ein Haar zu spät in die Kieler Sparkassen-Akademie gekommen. Grund: Der Zug fuhr nur bis Rendsburg, „und wenn wir auf die Durchsage am Bahnsteig vertraut und den Anschlusszug nach Neumünster genommen hätten, wären wir wahrscheinlich nicht mehr rechtzeitig eingetroffen“, fasst Speicher-Geschäftsführerin Noren Fritsch die unfreiwillige Odyssee am Tag danach zusammen. So aber legte die Speicher-Crew eine Punktlandung hin. Und weil auch die Theaterbühne „Junge Lüüd ut Löwenstedt“ zur Preisverleihung angereist war und dafür sogar eigens einen Bus gechartert hatte, war die Rücktour für beide Gruppen deutlich entspannter.

Obgleich das soziokulturelle Zentrum aus Husum und plattdeutsche Theatergruppe aus Löwenstedt in unterschiedlichen Kategorien antraten, ging es im Grundsatz für beide, aber auch für alle anderen Einrichtungen, die den Weg nach Kiel gefunden hatten, um ein und diesselbe Idee: Mit dem Deutschen Bürgerpreis, der zum 13. Mal verliehen wurde und unter der Schirmherrschaft des Landtages steht, werden Einrichtungen ausgezeichnet, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement aktiv zum sozialen und gesellschaftlichen Leben im Land beitragen.

In diesem Jahr stand die Preisverleihung unter dem Motto: „Kultur leben – Horizonte erweitern“, wobei die Speicher-Leute als „Altershelden“ und die Löwenstedter in der Kategorie „U 21“ an den Start gingen. Dass beide am Ende leer ausgingen und der Preis an das Rendsburger Theaterprojekt „Szol Ha“ verliehen wurde (wir berichteten), war für beide „völlig in Ordnung“. Deren Bewerbung stand ganz im Zeichen des aktuellen Flüchtlingsthemas, und so wertete Fritsch die Entscheidung der Jury auch als „absolut richtiges Signal“. Und auch wenn von den 500 Euro Preisgeld am Ende schon 100 für die Fahrt nach Kiel draufgingen, hat sich die Reise für den Speicher auf jeden Fall gelohnt. „Wir haben alte Kontakte aufgefrischt und neue geknüpft“, sagt die Speicher Geschäftsführerin und lobt die festliche, doch zugleich entspannte Atmosphäre in der Sparkassen-Akademie. Dass der Speicher im kommenden Jahr einen zweiten Anlauf nehmen wird, bezweifelt sie allerdings. „Das ist doch eine Menge Arbeit“, sagt Fritsch. „Und ich finde, für einen solchen Preis bewirbt man sich nur einmal.“

De „Junge Lüüd ut Löwenstedt“ schafften es in ihrer Kategorie ebenfalls nicht auf den Platz ganz oben auf dem Treppchen, aber die Teilnahme selbst und die Platzierung unter den zehn Finalisten, sind auch für sie, die seit 30 Jahren plattdeutsches Theater, meist zeitgenössische jugendgerechte Stücke spielen, Anerkennung genug. Wie Theater-Chefin Gesa Retzlaff auf Nachfrage berichtet, „haben wir einen wunderbaren Abend erlebt. Als wir gesehen haben, mit welchen anderen Projekten wir in die engere Wahl gekommen sind, habe ich nur gedacht: Wow, das ist aber toll.“ Derzeit sind 30 Spieler im Alter ab zwölf Jahren bei den jungen Leuten aus Löwenstedt aktiv. Weitere 50 Personen aus dem Dorf unterstützen die Truppe durch ihre Mitgliedschaft. In ideeller Hinsicht steht ganz Löwenstedt hinter den jungen Leuten, denn die Gemeinde stellt einen Raum für den Fundus und die Kirchengemeinde den Probenraum.

Das nächste Stück – „An de Arche Klock acht“ – feiert bereits Anfang Dezember Premiere. Darin streiten drei Pinguine über Gott. Ist der liebe Gott wirklich lieb? Sieht er alles? Oder gibt es ihn vielleicht gar nicht? Und noch während sie debattieren, beginnt es plötzlich zu regnen: Die große Sintflut kommt. Zwei Tickets für die Arche Noah sind noch zu kriegen. Aber was ist mit dem dritten Pinguin? Die Vögel fassen einen waghalsigen Plan . . .

Den Speicher gibt es seit 33 Jahren. Derzeit kümmern sich 50 ehrenamtliche Mitarbeiter um den Betrieb und um die Programmgestaltung des Hauses. Im Jahr kommen rund 20 000 Besucher in das sozio-kulturelle Zentrum an der Hafenkante, dessen Wirkungskreis weit über Husum und das nähere Umland hinausreicht.

o/ume

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  Wie alles begann, ... 

  An der Löwenstedter Bushaltestelle nahm es seinen Anfang .Sie war lange Zeit der Treffpunkt der Löwenstedter Dorfjugend. Schließlich baten die Jugendlichen 1981 die Gemeindevertretung, ihnen statt der zugigen Haltestelle einen Raum zur Verfügung zu stellen. Ganz unbürokratisch bekamen die jungen Leute einen Raum in der Schule. Sie griffen zu Pinsel und Farbe, um das Zimmer zu renovieren, die Möbel stifteten Löwenstedter  Bürger-der Jugendraum war fertig.

Hier traf sich nun die Dorfjugend, um zu klönen und zu spielen. Bier und andere alkoholisch Getränke waren tabu. Wer darauf nicht verzichten wollte , musste zur Bushaltestelle auswandern. Mit Gründung des Treffs begann auch die Theaterkarriere der „Jungen Lüüd ut Löwenstedt „ Als Dank an Gemeinde und Bürger gestalteten sie einenAbend mit plattdeutschen Sketchen, die beim Publikum hervorragend ankamen.

 Zum Erntefest ein Jahr später studierten die jungen Leute unter der Regie von Tilla Lorenzen wieder ein Stück ein, seitdem sind ihre Aufführungen aus dem Löwenstedter Dorfleben nicht mehr wegzudenken.

 Der Durchbruch kam 1986, als die „jungen Lüüd „ das Märchen „ De Fischer und sein Fruu „ einstudierten. Das zog Kreise : Landfrauen, Schulen und Vereine luden die Truppe ein. Der Erfolg war jedes mal sicher. Richtig gepackt hat das Bühnenfieber die 25 Jugendlichen  1993,als sie an einem Theatertreffen auf dem Jugendhof  Scheersberg teilnahmen.

 Als sie zum Scheersberg kamen, erinnerte sich Tilla Lorenzen, habe man zuerst nach dem Namen der Gruppe gefragt. „ Namen ? Namen haben wir keinen.Wir sind die jungen Leute aus Löwenstedt haben wir gesagt „ Der Name stand von diesem Augenblick an  fest : De junge Lüüd ut Löwenstedt. Dieser Name ist inzwischen zum Markenzeichen für tolles plattdeutsches Theater geworden.

 Der Grundsatz, nur Plattdeutsches auf die  Bühne zu bringen, birgt Probleme. Es ist schwierig, die richtigen Stücke zu finden .So wurden viele der gespielten Stücke von Tilla Lorenzen aus dem Hochdeutschen ins Plattdeutsche übertragen.

Die Köstüme entwirft die Truppe selbst, beim nähen hilft manchmal eine Schneiderin, ein Teil wird ausgeliehen. Auch die Kulissen pinseln die jungen Leute selbst.

„Ohne Musik sind manche Stücke nur die Hälfte wert,“ loben die Schauspieler die Zusammenarbeit mit dem Akkordeon-Club Viöl, der sie seit Jahren immer wieder mal begleitet.

In den ersten Jahren hatten die Theaterfreunde auf dem Boden der zum Dorfgemeinschaftshaus ausgebauten Kapelle eine Kostümkammer und im Erdgeschoss die Möglichkeit, regelmäßig zu proben .Die Kammer auf dem Boden war als bald zu klein .

Und als die Gemeinde ein neues Feuerwehrgerätehaus baute, bekamen die jungen Leute einen großen Fundusraum im Gerätehaus. Die Dorfbewohner unterstützen auf vielfältige Weise die Arbeit der Theatergruppe. Fahrt- und Arbeitskosten bestreiten "De junge Lüüd" aus eigner Tasche .Im Dorf meint man, dass fast jeder Jugendliche über kurz oder lang bei den Jungen Lüüd mitmacht

Die Löwenstedter Theatergruppe ist inzwischen zu einer „ Institution“ geworden und weit über die Ortsgrenzen bekannt. Am 2.November 1995 wurde ihr sogar „Der Niederdeutsche Literaturpreis der Stadt Kappeln“ verliehen.(siehe links)  Ein Zeitungsartikel in den Nordfriesischen Nachrichten vom 28.1.1989 schildert sehr anschaulich die Entwicklung dieser Gruppe. „An diesem Abend war vieles anders als sonst. Bühne und Saal waren größer als gewohnt, es kamen doppelt so viele Zuschauer. Am Ende strahlende Gesichter und Riesenfreude bei allen Beteiligten- De Jungen Lüüd ut Löwenstedt landeten einen großen Erfolg. 300 Zuschauer im Husum Hus waren von ihrem Stück“ König Drosselbart“ begeistert.“ Nee, der Erfolg war gar nicht unsere Absicht" , wehrte  Tilla Lorenzen, „die Mutter der Kompanie„ ab. Man habe nur Theater spielen wollen. Aber dass die 25 Jugendlichen einen Bühnenvolltreffer nach dem anderen landen würden, hatte keiner geahnt. Tilla Lorenzen ist 2004 leider viel zu früh verstorben, aber die Theaterbegeisterung von "De jungen Lüüd ut Löwenstedt" ist geblieben !


GEMEINDE LÖWENSTEDT BÜRGERMEISTER Holger Jensen, Norderfeld 9A, 25864 Löwenstedt | TEL. 04673-870 / e-mail: holger.jensen@nf.tng.de